Süddeutsche Zeitung

03.04.2024

Traut euch

"Warum nur, fragten wir uns, wird die Debatte in der Kunst- und Kulturwelt um den Nahostkonflikt so empathielos und verbittert geführt? Vielen scheint es wichtiger, die eigene Radikalität und moralische Überlegenheit zu feiern, als den Künstlern in Israel und Gaza Gehör zu verschaffen."

22.12.2023

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist

"Wer die Hoffnung hatte, dass das allumfassende Entsetzen über die Situation vor Ort eine neue Dynamik in die Debatte bringen würde, hat sich geirrt. Die Bereitschaft, eigene ideologische Festlegungen infrage zu stellen? Fehlanzeige. Wie auf Kommando springen die Israel-Fans ihrer Mannschaft beiseite. Die Palästina-Ultras tun dasselbe für ihr Team."

18.11.2022

Netanjahu, 2022

„Das Israel, das wir kennen, gibt es nicht mehr: eine drastische Aussage des mehrmals mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Journalisten Thomas L. Friedman. Sein Text liest sich wie ein Nachruf aus der Feder eines Freundes, der seit fast vierzig Jahren aus und über das Land berichtet.“

04.09.2022

Die bittere Bilanz des Scheiterns

"Auch Julia Alfandari und ich hofften, dass ein Dialog zwischen Künstlern, Besuchern und Kritikern eine Annäherung bringt, wir selbst haben uns mächtig ins Zeug gelegt, Brücken zu bauen, hinzuhören und zu vermitteln. Heute müssen wir feststellen, dass alle Bemühungen ins Leere liefen und die Diskussion kaum etwas gebracht hat - außer Selbstbestätigung für die Beteiligten."

20.08.2022

Die Fälscher

„Warum die Entgleisung von Mahmud Abbas einmal mehr zeigt: Im Nahostkonflikt versuchen beide Seiten immer wieder, den Holocaust zu instrumentalisieren.“

25.07.2022

Gute Juden, linke Juden

"Auch heute streiten sich Juden heftig über lebenswichtige Themen: über das Verhältnis zum Staat Israel und zum Zionismus, über das Leben als Minderheit in Deutschland und die Frage, wie mit Antisemitismus umzugehen ist. Die Zeit, in der andere darüber bestimmten, wer Jude ist und wer nicht, ist glücklicherweise vorbei. "

10.06.2022

Documenta - Immer mit dem Hammer

„Kaum steht nach zwei Jahren Pandemie endlich wieder ein internationales Kunst- und Kultur-Festival in Deutschland an, schon liegt ein Antisemitismus-Skandal auf dem Tisch. Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu. “