„Wenn ich über deutsche Geschichte nachdenke, dann tue ich dies einerseits als in Israel geborener Jude. Andererseits spreche ich auch als jemand, der Deutschland zu seiner Wahlheimat gemacht hat und der sich Sorgen um die Zukunft dieser Demokratie macht – angesichts des weltweiten Aufstiegs autoritärer Kräfte ebenso wie angesichts der politischen Entwicklungen hier. Das ist die Perspektive, aus der ich hier auf den Historikerstreit zurückblicke und mich in die Diskussion um die deutsche Erinnerungskultur einmische.“
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Im Frühjahr 2025 bin ich, begleitet vom ZDF-Reporter Thomas Reichart, nach Israel gereist. Ich habe meine Familie und viele alte jüdischen und arabischen Freunde getroffen und einige wieder getroffen, die ich bereits auf meiner Reise nach Israel im Herbst 2023 getroffen habe. Was hat sich seitdem verändert?
Zum BeitragKritik an Kunst ist immer erlaubt und legitim, sie gehört zur Kunst dazu. Dennoch ist die Forderung falsch, dass der Staat Kunst verhindert, die von jemandem als anstößig empfunden wird. Der Forderung, jeden Trigger, alles, was irritierend oder schmerzhaft sein könnte, möglichst aus der Kunst, Kultur und der öffentlichen Kommunikation zu verbannen, kann vom Staat nicht erfüllt werden.
Zum BeitragWie geht es weiter mit Israel? Ende November bin ich, begleitet von von der ZDF-Reporterin Jenifer Girke, nach Israel gereist. Ich habe meine Familie und viele alte jüdischen und arabischen Freunde getroffen.
Zum BeitragEigentlich sollte der Kampf gegen Antisemitismus mit jenem gegen Rassismus Hand in Hand gehen. Doch Opferkonkurrenzen, unterschiedliche Haltungen zum Nahostkonflikt und eine dominant gewordene Betroffenenperspektive erschweren eine Verständigung.
Zum BeitragAm 12.10.2023 war ich gemeinsam mit Armin Laschet, Omid Nouripour, Peter Neumann und Souad Mekhennet zu Gast in der Sendung „maybrit illner“ zum Thema „Terror-Angriff auf Israel - uneingeschränkte Solidarität?“.
Zum BeitragDie Vorstellung, Juden seien reich und würden hinter den Kulissen die Strippen ziehen, ist ein altes Stereotyp, das inzwischen weltweit verbreitet ist. Woher kommt der Mythos und was hat das mit Kapitalismuskritik heute zu tun? Wann wird Cash-Kritik antisemitisch? Wie können wir es besser machen?
Zum Beitrag„Kritik an Kunst ist immer erlaubt und legitim, sie ist Teil des Metiers. Dennoch ist die Forderung falsch, der Staat solle Kunst verbieten, die man als anstößig empfindet.“
Zum Beitrag„Die Skandale von der Mbembe-Debatte bis zur documenta fifteen zeigen, dass die BDS-Debatte längst den deutschen Kulturbetrieb in Geiselhaft genommen hat. Beide Lager instrumentalisieren Veranstaltungen als Bühne für ihre politische Agenda.“
Zum Beitrag„Die Dämonen der Vergangenheit drohen auf der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen wieder aufzuerstehen. Zwar ist nach 1945 eine offen antijüdische christliche Theologie fast ausnahmslos verpönt. Doch nutzen viele die Ausweichmöglichkeit, den Staat der Juden als Inkarnation des Bösen schlechthin zu zeichnen, als kolonialen Fremdkörper im arabischen Raum.“
Zum Beitrag„Wenn rechter Geschichtsrevisionismus bekämpft werden soll, genügt es nicht, nur defensiv die alten Formen des Gedenkens zu verteidigen, so wichtig sie auch sind. Der Gehalt des Gedenkens muss sich auf die neuen Medien übertragen.“
Zum Beitrag„Im Jahr 2012 wurde auf der Berliner Biennale die Kunstinstallation 'key of return' ausgestellt. Ein neun Meter langer, tonnenschwerer Metallschlüssel, den ein palästinensisches Kollektiv aus dem Flüchtlingslager Aida bei Bethlehem erstellt hat. Der Schlüssel symbolisiert die Forderung der Palästinenser, in ihre alten Häuser, die im heutigen Israel stehen, zurückzukehren. Wäre eine solche Kunstinstallation auch heutzutage in Deutschland möglich? Ich bin skeptisch.“
Zum Beitrag„Die jüngste Eskalation im Nahen Osten lässt auf vielfältige Weise erneut die Probleme im Umgang mit dem Nahostkonflikt und dem Antisemitismus hierzulande aufscheinen: Wie lässt sich Kritik an israelischem Regierungshandeln und Solidarität mit Palästinenser*innen äußern, ohne in antisemitische Klischees zu verfallen? Wie kann man umgekehrt Solidarität mit Israel zeigen, ohne sich dem Leid der Palästinenser*innen zu versperren?“
Zum Beitrag„Ist Krieg in Nahost, verhärten sich auch in Deutschland die Fronten. Wie kann eine neue Basis für das jüdisch-muslimische Miteinander gestaltet werden?“
Zum Beitrag„Selbstkritisch müssen wir feststellen, dass die zahlreichen Gedenkinitiativen und Spurensuchen nicht mehr ausreichen, um die Mehrheit der Bevölkerung zu erreichen – geschweige denn die jüngere Generation.“
Zum Beitrag„Sollte in Deutschland, dem Land der Täter, genauso wie in Israel an die Opfer des Holocaust erinnert werden?“
Zum Beitrag„In der deutschen postmigrantischen Gesellschaft wird die Deutungshoheit über die NS-Vergangenheit neu verhandelt. Denn der Holocaust ist nicht mehr nur „Familiengeschichte“, sondern auch ein prägendes Ereignis für Menschen, die keinerlei Familienbezug dazu haben. Und diese Menschen wollen aktiv in der Gestaltung der Erinnerungskultur mitwirken.“
Zum Beitrag„Empathie mit den Opfern des NS-Regimes ist gut. Bei Zeitzeug*innengesprächen kommt es aber oft zur Überidentifikation.“
Zum Beitrag„Die Vorstellung, dass wir irgendwann in eine globale Erinnerungskultur kommen, wo alle Völker der Welt sich genauso drin finden, erachte ich persönlich als Illusion. Was aber nicht bedeutet, dass den anderen Erinnerungen, den anderen Narrativen kein Patz eingeräumt wird.“
Zum Beitrag„Bedroht linke Identitätspolitik unser Gemeinwesen? Der SPD-Politiker Wolfgang Thierse hat darüber eine heftige Debatte angestoßen. Es geht um Sichtbarkeit, Sensibilität und Selbstbestimmung. Beim Reden über sich selbst und andere. Und beim Zuhören.“
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