Israel
Auch wenn ich seit über zwanzig Jahren nicht in Israel lebe, bin ich dem Land sehr verbunden. Die Konflikte im Land und die Diskussionen über Israel in Deutschland beschäftigen mich: sei es wenn es um die antiisraelische Boykottbewegung BDS oder um die deutsch-israelischen Beziehungen geht. Viele Jahre habe ich deutsch-israelische Jugendaustauschgruppen begleitet und bin davon überzeugt, dass Deutschland und Israel nicht nur durch die Vergangenheit der Shoah verbunden sind.
Einige meiner Online-Beiträge dazu:
Mai 2023 – Der Spiegel
Im Eifer der Staatsräson
„Als Benjamin Netanyahu im März zum offiziellen Besuch nach Deutschland reiste, sammelten sich auch vor der deutschen Botschaft in Tel Aviv israelische Protestierende und überreichten Angela Merkels früherem Sprecher Seibert ihre Forderung, den israelischen Regierungschef auszuladen.“
Februar 2023 – Politik & Kultur
Boykott, Desinvestment und Sanktionen
„Die Skandale von der Mbembe-Debatte bis zur documenta fifteen zeigen, dass die BDS-Debatte längst den deutschen Kulturbetrieb in Geiselhaft genommen hat. Beide Lager instrumentalisieren Veranstaltungen als Bühne für ihre politische Agenda.“
18.11.2022 – Süddeutsche Zeitung
Netanjahu, 2022
„Das Israel, das wir kennen, gibt es nicht mehr: eine drastische Aussage des mehrmals mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Journalisten Thomas L. Friedman. Sein Text liest sich wie ein Nachruf aus der Feder eines Freundes, der seit fast vierzig Jahren aus und über das Land berichtet.“
02.11.2022 – FAZ
Sie nennen ihn König von Israel
„Ben-Gvir verkörpert den Wandel, den die israelische Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten durchlebt hat. Denn Israels Gesellschaft ist heute tiefer denn je gespalten: zwischen dem (immer kleiner werdenden) liberal-säkularen Lager und dem (immer stärker werdenden) nationalistisch-religiösen Lager. “
20.08.2022 – Süddeutsche Zeitung
Die Fälscher
„Warum die Entgleisung von Mahmud Abbas einmal mehr zeigt: Im Nahostkonflikt versuchen beide Seiten immer wieder, den Holocaust zu instrumentalisieren.“
17.08.2022 – die Kirche
Erreichtes in Gefahr
„Die Dämonen der Vergangenheit drohen auf der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen wieder aufzuerstehen. Zwar ist nach 1945 eine offen antijüdische christliche Theologie fast ausnahmslos verpönt. Doch nutzen viele die Ausweichmöglichkeit, den Staat der Juden als Inkarnation des Bösen schlechthin zu zeichnen, als kolonialen Fremdkörper im arabischen Raum.“
08.02.2022 – Zeit Online
Amnesty International: Eine Einladung zur Selbstzerstörung
„Beim Amnesty-Bericht handelt es sich im engeren Sinne gar nicht um ein politisches Dokument. Ein solches würde Machtkämpfe beschreiben, Widersprüche aufzeigen, Potenziale, Schnittmengen, Interessen, geschichtliche Zusammenhänge. Das alles wird ausgeblendet: Der Nahostkonflikt wird überhaupt nicht als politischer Konflikt beschrieben, sondern als Diskriminierungshandeln – unter einem Apartheidsbegriff, bei dem Militäraktionen, Terror und Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt alle irgendwie das Gleiche sind.“
23.09.2021 – Tagesspiegel
Solidarität mit Palästinensern wird zu pauschal sanktioniert
„Im Jahr 2012 wurde auf der Berliner Biennale die Kunstinstallation 'key of return' ausgestellt. Ein neun Meter langer, tonnenschwerer Metallschlüssel, den ein palästinensisches Kollektiv aus dem Flüchtlingslager Aida bei Bethlehem erstellt hat. Der Schlüssel symbolisiert die Forderung der Palästinenser, in ihre alten Häuser, die im heutigen Israel stehen, zurückzukehren. Wäre eine solche Kunstinstallation auch heutzutage in Deutschland möglich? Ich bin skeptisch.“
Israel-Palästina-Debatte: Falsche Freunde im Hass vereint
„Die jüngste Eskalation im Nahen Osten lässt auf vielfältige Weise erneut die Probleme im Umgang mit dem Nahostkonflikt und dem Antisemitismus hierzulande aufscheinen: Wie lässt sich Kritik an israelischem Regierungshandeln und Solidarität mit Palästinenser*innen äußern, ohne in antisemitische Klischees zu verfallen? Wie kann man umgekehrt Solidarität mit Israel zeigen, ohne sich dem Leid der Palästinenser*innen zu versperren?“
Verbundenheit auf Abruf
„Jetzt reden wieder alle von Israels Sicherheit: Was von gut gemeinter Staatsräson bleibt – und was gerade in dieser Situation an ihre Stelle treten müsste.“
15.05.2021 – taz
Unser Miteinander
„Ist Krieg in Nahost, verhärten sich auch in Deutschland die Fronten. Wie kann eine neue Basis für das jüdisch-muslimische Miteinander gestaltet werden?“
8.4.2021 – Jüdische Allgemeine
Jom Haschoa. 120 Sekunden Stillstand
„Sollte in Deutschland, dem Land der Täter, genauso wie in Israel an die Opfer des Holocaust erinnert werden?“
4.12.2020 – Frankfurter Rundschau
Kampf um Yad Vashem
Rechte in Israel versuchen, die Deutungshoheit über die Erinnerung des Holocaust zu gewinnen.
1.12.2020 – taz
Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Effi aus Israel
„Ob Jana aus Kassel oder der ultrarechte Effi Eitam, der Leiter der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem werden soll: Erinnerungspolitik kann jeder machen.“
14.9.2020 – taz
Hessen & Israel – meine Heimaten
Israel hat die Fläche des Bundeslands Hessen - doch ist das nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden Länder.
31.8.2020 – taz
Stolz auf militärische Stärke
„Israelische und deutsche Düsenjäger flogen gemeinsam über die KZ-Gedenkstätte Dachau. Doch das ist eine eher peinliche Geste.“
Göttingen: Applaus für Populisten
„Hinter vermeintlicher Israelkritik steckt oftmals Schuldabwehr – das ist 75 Jahre nach Auschwitz besonders befremdlich“
2020 – Jüdische Allgemeine
„Salat, Boykott und Antisemitismus. Eine persönliche Bilanz zur BDS-Frage“ (S.8)
„In einer offenen Gesellschaft sollten sich Menschen nicht rassistisch oder antisemitisch äußern. Nicht, weil sie Angst vor negativen Folgen haben, sondern weil sie ehrlich davon überzeugt sind, dass es falsch ist.“
1.2020 – paxchristi
Salat, Boykott und Antisemitismus
„Wer unter dem Boykott leidet, sind vor allem die Dialogprojekte zwischen Palästinenser*innen und Israelis – genau der Frieden, um den es BDS doch angeblich geht.“
1.8.2019 – Jüdische Allgemeine
CSD und falsche Solidarität
„Teile der hiesigen Queer-Community unterstützen BDS. Dass im Nahen Osten nur Israel LSBTIQ-Menschen schützt, sehen sie nicht.“